Dienstag, 2. November 2010

Wenns kommt, dann kommts

…und leider kommt es dann auch knüppeldick. Essay, Hausarbeit, Referat, Zwischentest, ja, manchmal kann das Studieren schon stressig sein. Das musste zuletzt auch eine Freundin erfahren, die gerade – wie süß – ihr Studium angefangen hat. Von Bewerbungsdschungel bis Anmeldewahnsinn, sie hat schon alles mitgemacht. Und ich gleich mit, denn was tut man als gute Freundin nicht alles. Dutzende Angst-Nachrichten stapeln sich noch in meinem Handy und auf dem PC, weil die Gute fürchtete, es allein nicht hinzubekommen.
Kann ich verstehen, oh ja. Als ich damals zum ersten Mal in der Uni war – lang, lang ists her, da war ich heilfroh meinen Liebsten an der Seite zu haben, der mich zumindest mental unterstützte und erst alleine ließ, als ich vor der Tür meiner ersten Veranstaltung saß und von einer Kommilitonin angesprochen wurde. Allein dafür werde ich ihn immer lieben. Die große, fremde Uni, die vielen Menschen – und ich hasse Menschenhaufen – und diese unglaubliche Hilflosigkeit, denn wie schnell findet man einen Raum nicht, oder macht sonst was Dummes. Als ich dann nach Mannheim kam, war ich vorbereitet. Ich informierte mich vorab telefonisch wegen des Stundenplans, anstatt bei der Beratung Schlange zu stehen, ich wählte im ersten Semester nicht so viel, um in die Arbeit reinwachsen zu können und ich fand mich im Irrgarten der elektronischen Datenbanken zurecht. Allerdings hatte mein Laptop erst im dritten Semester Internetzugang, Windows 7 sei Dank. Obwohl – bei meiner alten Uni hatte ich das vier Semester lang vergeblich versucht hinzubekommen.
Aber gut, Erfahrungen teilt man ja gerne. Darum habe ich mich auch mit meiner Freundin hingesetzt, ihr gut zugeredet und geholfen. Dass sie am Ende dann doch alles anders gemacht hat, ist ihre Sache. Aus welchem Wahn bitte wählt man im ersten Semester 12 Veranstaltungen? Selbst die 10 vorgeschriebenen sind schon happig, aber 12? Ich habe dieses Semester 9 Veranstaltungen und da fassen sich einiger meiner Studienkolleginnen schon an den Kopf. Naja, vielleicht müssen die mit 12 weniger zu Hause machen, kann schon sein. Ich jedenfalls bin mit meinen 9 wirklich bestensbedient. Und dabei laufen zwei von denen als Blockseminar. Das eine hab ich schon hinter mir – Gott sei Dank – das Zweite liegt noch vor mir.
Den restlichen Sieben ist es allerdings zu verdanken, dass ich momentan gerade selbst im Zugzwang bin. Naja, denen und meiner Schreiberei. Da muss ich innerhalb von zwei Wochen einen Essay und eine Hausarbeit fertig schrieben, eine andere Hausarbeit würde ich gerne auch schon mal schaffen, denn immerhin warten noch vier weitere auf mich. Zusätzlich bereite ich zwei Referate vor und muss für eine Veranstaltung regelmäßig vorarbeiten, weil da Texttests geschrieben werden. Undeigentlich wäre es eine ganz gute Idee für meine einzige Veranstaltung mit Klausur schon mal etwas zu lernen.

Zudem kommt, wie gesagt, mein persönlicher Ehrgeiz. Mein Buch „In Mamas Bauch“ ist gedruckt, am 15.11 ist das offizielle Releas und schon jetzt muss ich daran arbeiten, es unter die Leute zu bringen. Um Lesungen betteln und wichtige Leute beschwatzen, die Zeitungen informierten, etc. Immerhin will ich das Buch ja auch verkauft sehen. Daneben läuft im November der Nanowrimo, der National Novel Writing Month, indem aberduzend verrückter Schreiberlinge in 30 Tagen 50000Wörte schreiben wollen, also jeweils, mit dem Anspruch, dass das ganze potentiell ein Roman sein könnte. Auch wenn da für Qualität kaum Platz ist. Trotzdem, für einen ersten Entwurf durchaus eine gute Übung, wenn man nicht ohnehin gerade 2000 Wörter pro Tag für die Uni schreiben muss.
Zusammengefasst: Ich bin im Stress und selbst schuld daran. Was aber das Allerschlimmste daran ist: Es macht mir gar nichts aus.
Nein, ehrlich, ich mag meine Veranstaltungen, ich habe kein Problem mit den Referaten, freue mich schon fast auf die zweite Hausarbeit und liebe es, zu schreiben. Hm. Vielleicht sollte ich mich mal an jemanden wenden, der sich mit so was auskennt…

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