Doch ich komme grade vom Einkaufen und rege mich lieber über etwas ganz anderes auf. Über Weihnachten, oder besser: den X-mas Süßigkeitenmassen und Dekorfluten.
Was soll das? Wer kommt auf so geniale Strategien wie Nikoläuse im August zu verkaufen? Und welche Deppen kaufen das Zeug?

Über Schokoriegel mit Mandel und Apfel oder Glühweingeschmack will ich mich ja gar nicht beschweren. Das ist auch mit Schneemännern auf der Verpackung bei 37° im Schatten noch erträglich. Wenn auch nicht lange, denn bald ist das ein einziger Glühwein-Apfel-Schoko-Mandel-Brei – und alles andere als lecker. Nein ich rede wirklich von Nikoläusen, Adventskalendern und Lebkuchenmännern im Hochsommer. Muss das wirklich sein?
Ist es möglich, dass aus einer geweihten Nacht, dem Geburtstags des Herrn, ein geweihtes Einzelhandelsquartal wird? Oder schon geworden ist? Kann mich bitte jemand zwicken und aus diesem Albtraum erlösen. BITTE!
Wie kann man nur Adventskalender im August verkaufen? Wo liegt da der Sinn? Kann mir das jemand erklären? Gibt es vorher schon 24 Tage, bis etwas passiert? Machen manche daraus einen Geburtstagskalender? Oder einen Herbstkalender? Einen Ferienkalender? Einen Hauptsache-Ich-Kann-Jeden-Tag-Schokolade-Futtern-Kalender?
Haben die Leute Angst, dass es Ende November keine mehr gibt? Aber wirklich, Schokolade vom August ist im Dezember ungenießbar, vor allem wegen der Hitze. Angeschmolzene Schokolade, die drei Monate rumliegen muss, will niemand freiwillig essen. Ist das umgekehrte Psychologie? Das Kind steht morgens auf, die Mutter sagt: „Na, willst du deine Schokolade essen?“ Das Kind reißt panisch die Augen auf : „Nein, bitte nicht, ich will keine Schokolade, ich will keine Geschenke, nimm nur das Ding wieder weg!“
Funktioniert das? Mein Bruder hat früher am ersten Dezember alle 24 Türchen geöffnet, die Schokolade verputzt und dann die Türchen wieder sorgfältig pseudo-verschlossen. Damit war die Sache für ihn gegessen. Soll das solchen Fällen vorbeugen? Das Kind würgt mühevoll jeden Tag die ranzige Schokolade runter und atmet am ersten Feiertag so richtig auf. Endlich keinen Adventskalender mehr. Was für ein Sch***.
Ich boykottiere diesen Weihnachtsverschwörung! Erst in der letzten Novemberwoche erlaube ich Gebäck und Co. in meiner Wohnung und der Adventskalender wird selbst gemacht. Ist viel schöner und hat was Besonderes. Mein Kleiner bekommt übrigens dieses Jahr zum ersten Mal einen. Die ersten 12 Säckchen hab ich schon fertig, die nächsten folgen demnächst. Und wetten, die wird er mit leuchtenden Augen öffnen.
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